Entscheiden
Es ist gar nicht so einfach grosse Entscheidungen zu treffen. Informationen sind die Grundlage jeder fundierten Entscheidung. Lassen Sie sich weder von anderen noch von sich selbst zu einer Ausbildungswahl drängen, bevor Sie Informationslücken geschlossen haben.
Soll ich nun eher auf den Verstand oder das Herz hören? Woher weiss ich, ob die Entscheidung richtig ist? Um Struktur in all diese Gedanken zu bringen, helfen rationale und emotionale Entscheidungstechniken. Nachfolgend werden fünf Methoden beispielhaft vorgestellt.
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Prioritäten setzen – Pro-Contra-Liste
Listen Sie für alle Entscheidungsmöglichkeiten die Pros und Contras auf und gewichten Sie diese. Nur weil eine Seite mehr Argumente hat, muss dies nicht ausschlaggebend für die Entscheidung sein. Welche Aspekte sind Ihnen also besonders wichtig? Notieren sie Ihre Ziele und Wünsche und entscheiden Sie, welche Kriterien dafür am höchsten gewichtet werden.
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Entscheidungsmatrix
Ähnlich funktioniert eine Entscheidungsmatrix, bei der Sie sich überlegen, was Ihnen wichtig ist. Stellen Sie sich zum Beispiel folgende Fragen und notieren Sie die Antworten als Kriterien:
- Wie gefallen mir die Ausbildungs- / Arbeitsinhalte?
- Wie gefallen mir die Berufsmöglichkeiten nach der Ausbildung?
- Wie nehme ich den Arbeitsmarkt wahr (Stellenmarkt / Lohn)?
- Wie passt mir der Ausbildungsort?
- Passt die Ausbildung zu meinen Werten?
- Traue ich mir die Ausbildung zu?
Listen Sie waagrecht Ihre Studienoptionen auf und senkrecht Ihre Kriterien. Notieren Sie zu jedem Kriterium und für jede Option die Pros und Contras. Wenn Sie möchten, können Sie zusätzlich jedem Kriterium einen Wert auf einer Skala von 1–10 zuordnen und dies mit in die Bewertung Ihrer Optionen einfliessen lassen.
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Blick in die Zukunft – Zeitreise-Methode (10-10-10 Methode)
Die Zeitreise-Methode orientiert sich an drei Fragen. Notieren Sie zuerst Ihre Ziele und Wünsche und beantworten Sie dann die folgenden Fragen: Wie werde ich über meine Entscheidung denken in
- 10 Minuten?
- 10 Monaten?
- 10 Jahren?
Mit dieser Methode machen Sie sich bewusst, was nach einer Entscheidung passieren könnte, und fragen sich, ob die Entscheidung Sie dorthin bringt, wo Sie in Zukunft sein wollen. So werden Ihnen Ihre Werte deutlich. Es könnte beispielsweise sein, dass für Sie Karriere wichtiger ist als Sicherheit.
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Münze werfen
Wenn Sie Ihre Wahl auf zwei Möglichkeiten reduziert haben, sich aber unsicher sind, welche Entscheidung Ihnen besser gefällt, dann werfen Sie eine Münze. Beobachten Sie, wie Sie auf das Ergebnis reagieren: Sind Sie zufrieden oder hätten Sie es lieber gehabt, die Münze wäre anders gefallen? Vielleicht wissen Sie danach besser, was Sie wirklich wollen.
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So tun als ob
Nehmen Sie sich für zwei Auswahlmöglichkeiten zwei Wochen Zeit. In der ersten Woche tun Sie so, als hätten Sie sich für Variante 1 entschieden. In der folgenden Woche tun Sie so, als hätten Sie sich für Variante 2 entschieden. Spüren Sie bei beiden Varianten, was die Entscheidung mit Ihnen macht. Fühlt es sich gut an? Sind Sie erleichtert? Welche Entscheidung hat positivere Gefühle in Ihnen ausgelöst? Vielen Menschen fällt es danach leichter, ihren Entscheid zu fällen.
Testen Sie die verschiedenen Techniken. In der Regel ist es sinnvoll sowohl rationale wie auch emotionale Entscheidungstechniken anzuwenden, um einen Entscheid zu fällen.
Entscheidungen sind sehr individuell, es gibt keinen ‹richtigen Weg›. Jede Entscheidung kann auch revidiert werden. Das nimmt den Druck weg.
Sind Sie unsicher oder unschlüssig bei der Studienwahl?
Tipps und Links zu Studienmöglichkeiten, Infoveranstaltungen, Anmeldefristen und Vorbereitung gibt es hier: Kurzinfo «Studienwahl – Tipps und Links». Eignungstests und Abklärungen können Ihnen ebenfalls bei der Studienwahl helfen. In dieser Zusammenstellung finden Sie nützliche Links zu Interessen-Tests und Online-Self-Assessments: Kurzinfo «Studienwahl – Tests und Eignungsabklärungen».
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