1. Juni 2026
Loslassen und da sein – wie gelingt der Spagat?
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Die Berufs- oder Mittelschulwahl ist mehr als nur die Entscheidung für einen Job – sie ist für Jugendliche oft die erste grosse Weichenstellung im Leben. Zum ersten Mal liegt es an ihnen selbst, einen Weg einzuschlagen, sie müssen aktiv entscheiden. Was von aussen wie ein «nächster Schritt» wirkt, ist für viele Jugendliche eine echte Herausforderung.
Gerade das Jugendalter ist eine Phase, während der ausgesprochen viele sogenannte Entwicklungsaufgaben zu bewältigen sind: Wer bin ich? Wo gehöre ich dazu? Wie wirke ich auf andere? Wie löse ich mich von meinen Eltern? Themen rund um Freundschaften, Körper, Identität und Zukunft fordern sie täglich. Kein Wunder also, dass die Berufswahl dabei oft eher im Hintergrund steht.
«Für viele Eltern ist diese Erkenntnis im Rahmen des Kurses ein Schlüsselmoment», so Andrea Villiger, und eröffnet einen neuen, verständnisvolleren Blick auf das eigene Kind. Eltern lernen im Kurs, die oft widersprüchlichen Verhaltensweisen ihres Kindes besser zu verstehen und einzuordnen. Fragen wie folgende werden gemeinsam beleuchtet: «Woran erkenne ich eigentlich, womit mein Kind gerade beschäftigt ist? Und was bedeutet das für die Berufswahl?». In einer persönlichen Rückschau auf die eigene Berufswahl entdecken Eltern, was sie geprägt hat – und was ihnen heute in der Begleitung ihres Kindes wichtig ist.
«Gute Entscheidungen können nämlich nur dort entstehen, wo Jugendliche ihre eigenen Stärken, Interessen und Werte kennen – und gleichzeitig die Vielfalt der Berufswelt entdeckt haben», erklärt Andrea Villiger. Dabei spielen das eigene Selbstbild der Jugendlichen aber auch gesellschaftliche Einflüsse sowie die Meinung von Gleichaltrigen eine grosse Rolle. Die Berufsberaterin berichtet, dass sie immer wieder feststellt, dass sich die Berufswahl dann schwierig gestaltet, wenn eine dieser genannten Entscheidungsgrundlagen fehlt bzw. noch zu wenig beleuchtet worden ist.
Neben psychologischen Inputs vermittelt der Kurs aktuelles Wissen rund um das Schweizer Bildungssystem, thematisiert die Schnupperlehre und liefert Tipps und Tricks zum Bewerbungsprozess.
«Ziel des Kurses ist es, Gelassenheit zu vermitteln», erklärt die Berufsberaterin. Eltern lernen, die Verantwortung Schritt für Schritt ihrem Kind zu übergeben – und gleichzeitig eine verlässliche, unterstützende Begleitung zu bleiben. Nicht durch Druck oder Vorgaben, sondern durch echtes Interesse, Vertrauen und dem Stellen der «richtigen» Fragen.
Die Berufswahl darf entspannt verlaufen – mit viel Vertrauen und möglichst wenig Druck. Der Kurs zeigt Möglichkeiten auf, das eigene Kind zu stärken und gleichzeitig loslassen zu können. Alle weiteren Informationen sowie den Link zur Anmeldung finden Sie hier. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung!