6. November 2025
Aktuell, spannend, innovativ
Bildquelle: Unsplash, Riccardo Annandale
Von der Digitalisierung ganzer Lebensbereiche über KI bis zu Nachhaltigkeit und Innovation im Sozialwesen – es gibt für jedes Interesse einen passenden Studiengang. Wer sich auf die aktuellen Herausforderungen unserer Zeit vorbereiten und diese angehen möchte, kann sich zum Beispiel folgende Studiengänge anschauen.
Digitalisierung überall
Bachelor Immersive Technologies, Hochschule Luzern (HSLU): Immersive Technologien verbinden die reale Welt mit digitalen Erweiterungen oder komplett simulierten Realitäten. Studierende lernen, wie sie Menschen mit Augmented Reality, Virtual Reality und ähnlichem das Eintauchen in virtuelle Umgebungen ermöglichen. Beispielsweise entwickeln sie sogenannte Serious/Applied Games, die unter anderem in der Bildung, wissenschaftlichen Forschung oder im Gesundheitswesen Einsatz finden.
Bachelor Digital Construction, Hochschule Luzern (HSLU): Mit diesem Bachelor werden Absolvent:innen zum Bindeglied zwischen Architektur, Ingenieurswesen und Digitalisierung. Studierende arbeiten mit den neuesten digitalen Möglichkeiten in den Bereichen 3D-Modellierung, Visualisierung, Programmierung, Gebäudesimulation, digitale Fertigung und Datenanalyse. Sie lernen, die Bauobjekte der Zukunft digital basiert zu entwerfen und suchen Lösungen für neue Anforderungen wie Klimaziele, Kosteneffizienz oder Ressourcenschonung.
Master Digital Government, Berner Fachhochschule (BFH): Studierende erarbeiten sich das nötige Wissen und Methoden, wie sie die Digitalisierung in der Verwaltung aktiv unterstützen und gestalten können. Wählbare Schwerpunkte sind Modernisierung, Digital Government und technische Kompetenzen. Dieser Master wird im Herbstsemester 2026 erstmals durchgeführt.
Die Zukunft mit Künstlicher Intelligenz gestalten
Bachelor Informatik Vertiefung Artificial Intelligence, Ostschweizer Fachhochschule (OST): Der Studiengang basiert auf dem bestehenden Bachelor Informatik und bietet die neue Vertiefungsrichtung Artificial Intelligence (AI) an. Absolvent:innen können nach dem Abschluss AI nicht nur anwenden, sondern verstehen, wie verschiedene AI-Modelle funktionieren und bauen damit selbst komplexe Software-Lösungen.
Bachelor Digital Business & AI, Berner Fachhochschule (BFH): Ab dem Herbstsemester 2026 werden Studierende mit dem Bachelor Digital Business & AI (ehemals Bachelor in Wirtschaftsinformatik) zur Schnittstelle zwischen IT und verschiedenen Geschäftsbereichen. Sie eignen sich Wissen in den Bereichen Informatik und Betriebswirtschaftslehre an und lernen, digitale Geschäftsmodelle zu planen und Digitalisierungsprojekte zu leiten.
Master Artificial Intelligence, Universität Zürich (UZH): Dieser Master ist Teil des Informatik-Masterprogramms. Von Deep Learning, über Computer Vision für Robotik, natürliche Sprachverarbeitung, Big-Data-Analytik bis hin zu algorithmischer Spieltheorie, Mechanism Design u. v. m. Im Master erweitern die Studierenden ihr Grundwissen und erwerben fortgeschrittene Kompetenzen. Entsprechend breit gefächert sind die Berufsperspektiven.
Zu einer nachhaltigen Entwicklung der Wirtschaft und Gesellschaft beitragen
Bachelor Business Administration mit Schwerpunkt Nachhaltigkeit, Hochschule Luzern (HSLU): Dieser Bachelor integriert nachhaltige Entwicklungsziele (beispielsweise verantwortungsvoller Konsum und Produktion) ins Managementstudium, damit Absolvent:innen auf ökologische Herausforderungen reagieren und gleichzeitig den Bedürfnissen von Wirtschaft und Gesellschaft gerecht werden können.
Master Preneurship for Regenerative Food Systems, Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW): In diesem Masterprogramm lernen Studierende, wie sie aktiv zur Transformation der globalen Ernährungssysteme beitragen können. Dabei haben sie nicht nur einen Teil der Welt, sondern die globalen Herausforderungen im Blick. Der Studiengang ist praktisch orientiert mit einem Einsatz in einem realen Projekt, in dem Studierende ihre erworbenen Kenntnisse in interdisziplinären Teams anwenden können.
Master Sustainable Development, Universität Basel (UNIBAS): Dieser interdisziplinäre Masterstudiengang wird von drei Fakultäten gestützt: Natur-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Ziel ist, das Thema Nachhaltigkeit aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Studierende lernen, komplexe Fragen zu bearbeiten und konstruktiv in einer interdisziplinären und forschungsbasierten Umgebung zu arbeiten.
Der Mensch im Zentrum
Bachelor Soziale Arbeit neue Konzepte und Innovation, Hochschule Luzern (HSLU): Innovativ an diesem Studiengang ist in erster Linie sein Aufbau. Forschendes Lernen, Praxisbezug, digitale Kompetenzen und nachhaltige Entwicklung stehen im Zentrum. Studierende setzen ihre individuellen Schwerpunkte und gestalten das Studium laufend mit. Damit üben sie Flexibilität und lernen Methoden, wie sie Veränderungen in ihrem Berufsfeld antizipieren und sich an neue Bedingungen anpassen können. Der Studiengang fördert Fachpersonen der Sozialen Arbeit, die selbstorganisiert neue Konzepte entwickeln und Wissen gezielt anwenden. Dabei können sie sich als Nebenvertiefung entweder auf Nachhaltige Entwicklung – mit Fokus auf ökologische, soziale und ökonomische Zusammenhänge – oder auf Digitalisierung und Soziale Arbeit – mit Schwerpunkt auf den digitalen Herausforderungen der Praxis – spezialisieren.
Master Human-Centered Digital Innovation, Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW): Dieser interdisziplinäre Studiengang verbindet Studierende mit einem Bachelor in Psychologie, Informatik, Design, Technik oder Wirtschaft, die gemeinsam lernen wollen, wie sie technische und digitale Innovationen ganzheitlich entwickeln, einführen und begleiten können – immer mit dem Menschen im Fokus. Die erworbenen Kompetenzen werden in Praxisimmersion (Studierende werden in einem Unternehmen aktiv in eine relevante Situation einbezogen und helfen mit, Probleme aufzudecken und Lösungen zu entwickeln) umgesetzt.
Master Geschlechterforschung (Gender Studies), Universität Basel (UNIBAS): Studierende betrachten in diesem interdisziplinären Studiengang die Bedeutung von Geschlecht/Gender in Wissenschaft und Gesellschaft anhand verschiedener Theorien, wie Diskurstheorie oder Queer Studies. Student:innen können sich spezialisieren (in zwei von vier Feldern: «Subjekt, Körper, Identität», «Herrschaft, Normativität und symbolische Ordnung», «Lebensverhältnisse, Umwelt und Ökonomie» und/oder «Wissensformen und Wissenschaft») und sich individuell für eine eher theoretische oder praxisorientierte Ausrichtung entscheiden.
Weiterführende Informationen
- Die Studienberater:innen von ask! können Sie bei der Suche nach innovativen Studiengängen unterstützen. Lassen Sie sich beraten, hier geht es zur Anmeldung: Ich möchte eine Studienberatung
- Wer sich besonders für das Thema Nachhaltigkeit interessiert, findet im Studienratgeber des WWF weitere Informationen: Eine Zusammenstellung von Studiengängen zum Thema Nachhaltigkeit